Der Gesangverein Steinach 1838 e.V. wurde am 17. Juli 1838 in Steinach gegründet.

Durch Kriegsereignisse und Kriegseinwirkungen gingen sowohl die Gründungsurkunde, als auch das erste Protokollbuch verloren.Weiterhin sind verschollen die Vereinsfahne von 1845 sowie Pokale des Vereins.Als zweifelsfreien Nachweis des Gründungsjahres wird die Verleihungsurkunde für die Zelter-Plakette in Gold im Jahr 1938 zugrunde gelegt. Diese Zelter-Plakette wurde dem Gesangverein Steinach e.V. für besondere Verdienste bei der Pflege des Chorgesangs und des deutschen Volksliedes während seines 100-jährigen Bestehens verliehen.Das Original der Verleihungsurkunde befindet sich im Besitz des VereinsDie Liebe zum Gesang, die besonders den Leuten „vom Wald“ nachgerühmt wird, war seit alters her auch bei den Steinachern ausgeprägt. So fanden sich im Juli des Jahres 1838, unter den hiesigen Griffelmachern, Waldarbeitern und Handwerksleuten, 12 Männer aus Ober- und Untersteinach unter Leitung des Lehrers Georg Greiner in der damaligen Becken-Ernstschen Wirtschaft zusammen und gründeten den Gesangverein.

Die Chronik nennt als Gründer:

  • Schulmeister Johann Georg Greiner
  • Schulmeister August Werner
  • Schlosser der Hammerwerke Friedrich Langhammer
  • Bergmann Jakob Gramß
  • Former Philipp Gramß
  • Obersteiger der Hammerwerke Georg Langhammer
  • Schmied Gottlieb Vieweg
  • Großbüttnermeister Friedrich Schindhelm
  • Angestellter Carl Müller 
  • Märbelmühlenbesitzer Caspar Heinrich Greiner
  • Malermeister Gottlob Greiner
  • Märbelmüllermeister Christoph Theodor Greiner

Herr Lehrer Greiner übernahm vom Gründungstage ab die Direktion des Gesangvereins und leitete denselben, zusammen mit Friedrich Langhammer, voller Hingebung lange, lange Zeit, bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Im Jahre 1844 war der Gesangverein 40 Mann stark. Dabei war die Aufnahme von Sängern an strenge Bedingungen geknüpft, deshalb gewann die passive Mitgliedschaft an Bedeutung.

1845 wird Caspar Heinrich Greiner zum 1. Vorsitzenden gewählt, nachdem Carl Müller (vormals 1. Vorsitzender) in seine alte Heimat zurückging.

Schon nach sieben Jahren, im September 1845, konnte der Verein seine kostbare Fahne weihen lassen. Die Weiheveranstaltung fand im Freien statt, auf dem Kirch- und Schulplatz. Der Ball am Abend zur Feier war die erste Zusammenkunft in dem zu der Eichhornschen Brauerei gehörenden Saal („Vaterland“). Dieser war eigens für den Gesangverein gebaut worden.

Zur Fahnenweihe waren alle auswärtigen Ehrenmitglieder des Vereins, auch die, die an der Fahne gearbeitet hatten, sowie die Behörden von Sonneberg eingeladen und zum Teil erschienen.Nach dem Fest wurde neben Caspar Heinrich Greiner, noch Schullehrer Werner zum Vorstand erklärt.

Mit großem Engagement ging die Arbeit für das „Deutsche Lied“ in Steinach weiter, das beweist die Teilnahme mit rund 100 Mitgliedern (aktiven und passiven) an der Fahnenweihe des Gesangvereins in Sonneberg im Juli 1846.

Die Coburger Sängertage 1851, 1855, 1860 und 1862 mit der Gründung des Deutschen Sängerbundes nahmen großen Einfluss auf die Steinacher Sänger.

Im Jahre 1863 konnte der Verein sein 25-jähriges Jubiläum begehen. Im selben Jahre hatte sich der Verein eine eigene Theaterbühne angeschafft. Diese ist in den folgenden Jahren auch fleißig benutzt worden. Überhaupt hat sich der Verein in diesen Jahren gut entwickelt, denn davon zeugen die damaligen Mitgliederzahlen. So zählte man im Jahre 1864 51 Aktive und 49 Passive. Das Jahr 1867/68 nennt sogar 59 aktive und 61 passive Mitglieder. In jenen Jahren war Lehrer Kallenbach Vorstand des Vereins.

Der Gesangverein bewältigte anspruchsvolles Liedgut. Daran änderte sogar der deutsch-französische Krieg nichts. Die Vereinstätigkeit erlitt zwar eine Unterbrechung, doch 1870/71 zählte der Chor 45 aktive und 67 passive Mitglieder.

Am 4. Oktober 1873 traten die verbesserten, die Mitglieder aufs Neue verpflichteten Statuten des Gesangvereins in Kraft. Es stellte bereits die zweite Generation die Mehrheit der Sänger dar, die Junioren, die Kinder der Gründer und alten Mitglieder. 23 Senioren, die über 25 Jahre dem Gesangverein angehörten, sind damals zu verzeichnen gewesen.

Im Jahre 1878 legte Lehrer Greiner, nachdem er dem Verein 40 Jahre lang in selbstloser Weise vorgestanden hatte, wegen vorgerückten Alters das Amt des Direktors nieder. Der Verein ernannte ihn als Dankbarkeit zu seinem Ehrenmitglied.

Das Dirigentenamt übernahm nach Lehrer Greiner Lehrer August Beltz (gest. 1907).

Ab 1883 konnte er den hohen Anforderungen nicht mehr gerecht werden, für ihn sprang Lehrer Karl Sell (gest. 1899) ein. In dieser Zeit sind – auch aus anderen Gründen Massenaustritte aus dem Gesangverein zu verzeichnen.1884 dirigierte Lehrer Beltz wieder, bis zum Jahre 1887. Dieses Jahr nennt einen Mitgliederbestand, der auf nur 24 Aktive und 86 Passive (4 Ehrenmitglieder) zurückgegangen war.

Im Jahre 1888, dem Jubiläumsjahre des Vereins, übernahm die Direktion Herr Lehrer Neumann. Der Termin für die 50-jährige Jubiläumsfeier war auf die Tage vom 16. bis 18. Ju1i desselben Jahres festgesetzt. An diesen Tagen konnte das Fest aber nicht durchgeführt werden, denn am Tage vor Beginn des Festes traf die Meldung vom Tode des damaligen Kaisers Friedrich ein, und warf alle Vorbereitungen infolge der eingetretenen Landestrauer über den Haufen. Man war gezwungen, das Fest kurzerhand abzusagen und auf den 30. Juni bis 1. Juli zu verlegen.

Mit der Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum des Gesangvereins war ein erster markanter Qualitätsanspruch erreicht. 73 Gesangvereine wurden eingeladen.

Der Gesangverein Steinach war in Thüringen und bis weit ins fränkische Land für seinen guten Chorgesang inzwischen bekannt. Er konnte mit seinen gründlich einstudierten Liedern, die wuchtig vorgetragen wurden, besonders gefallen.

Im Jahre 1890 legte Lehrer Neumann das Amt des Direktors nieder und übergab den Dirigentenstab an Lehrer Adolf Rößler, der das Amt bis 1892 begleitete. Die Mitgliederzahl war zurzeit wieder auf 30 Aktive und 90 Passive gestiegen.

Von 1893 bis 1898 hatte der Verein keinen ständigen Dirigenten; in dieser Zeit fehlte das Interesse am Verein. Lehrer Beltz und Kantor Thomas sprangen zeitweilig als Dirigenten ein.

Am 24. November 1894 übernahm der spätere Kirchenmusikdirektor Theodor Judersleben (gest. 1937 in Coburg) aushilfsweise das Amt des Dirigenten.

Zum 50-jährigen Fahnenjubiläum 1895 wirkten neben Judersleben als Vorstände: Theodor und Eduard Vieweg, Nicol Graßreiner, August Rothenberger, Bernhard Langbein, Robert Greiner, Georg Kessler und Robert Weigel.

Im Jahre 1898 war es den Mitgliedern endlich gelungen, in der Person des Kantors Weber (gest. 1911) einen neuen ständigen Dirigenten zu gewinnen. Die Proben wurden wieder regelmäßig abgehalten und es erwachte auch wieder das Interesse der Mitglieder.

Für die künstlerische Weiterentwicklung des Chores war das gewissenhaft und gründlich vorbereitete Chorkonzert am 24. September 1900 äußerst bedeutsam. Es kam der Chorgesang von Tschirch „Sängerfahrt auf den Rhein“, ein Zyklus mit 12 Gesängen und verbindender Dichtung zum Vortrag.

Bis zum Jahre 1902 leitete Herr Kantor Weber den Verein, danach gab er den Taktstock aus gesundheitlichen Gründen weiter an Lehrer Otto Schön.

Auf sein Betreiben schuf sich der Verein im September 1902 eine neue zeitgemäße Satzung. Auch setzt es Schön durch, dass sich der Gesangverein Steinach beim hiesigen Amtsgericht in das Vereinsregister eintragen ließ und damit Rechtsfähigkeit verlangte. Von dieser Zeit ab lautete der Name „Gesangverein Steinach e.V.“ Es zeichneten damals verantwortlich: Theodor Vieweg, Vorsitzender, Karl Gramß, Schriftführer, R. Rohde, Kassierer.

Leider wurde Herr Lehrer Schön im Jahre 1904 nach Hildburghausen versetzt. Von dieser Zeit bis 1906 waren die Lehrer Schwarz und Metzel die zeitweiligen Dirigenten des Vereins.

Im Jahre 1906 wurde der Dirigentenstab dem Sangesbruder Philipp Luthardt angeboten. Herr Luthardt stellte sich dem Verein gern zur Verfügung. Unterstützung fand er durch seinen Bruder Herrn Kirchenmusikdirektor Reinhold Luthardt aus Lauscha.

Die Aufwärtsentwicklung des Vereins nahm ungehindert ihren Fortgang. Schon 1907 brachten es das Können des Dirigenten Philipp Luthardt und der Eifer der Sänger zuwege, vom Wettstreit in Meeder mit dem 1. Preis heimzukehren.

Im selben Jahre wurde Oskar Vieweg zum Vorsitzenden gewählt, nachdem lange Jahre sein Vater Eduard Vieweg den Vorsitz innehatte.

Im Jahre 1910 trat der Gesangverein dem Fränkischen Sängerbund bei, der am 1. Mai 1862 durch Vertreter von 106 Gesangvereinen in Bamberg gebildet worden war und beteiligte sich auch an dem 8. Deutschen Sängerbundfest mit ca. 45 Personen in Nürnberg.

Beim Sängerwettstreit im Juni 1910 in Schmiedefeld, an dem 40 Vereine angetreten waren, wählte der Gesangverein das Lied „Es muss doch Frühling werden“ von Brambach und erhielt für seinen Vortrag den 1. Preis.Besonders hohe gesangliche Leistung wurde bei der Einstudierung schwieriger und umfangreicher Partituren gefordert.

Nicht selten arbeiteten die Komponisten mit dem Chor und studierten ihre Lieder oder Konzerte ein. Vor allem der herzogliche Kirchenmusikdirektor Wilhelm Köhler aus Saalfeld hat Dichtungen von Robert Weigelt – einem langjährigen Vereinsmitglied – vertont, dem Verein schließlich geschenkt und mit dem Chor einstudiert.

Im Frühjahr 1912 stellte Philipp Luthardt sein Dirigentenamt zur Verfügung; diesen Posten übernahm zeitweise sein 2. Dirigent Herr Lehrer Artur Koch bis zu seiner Versetzung nach Sonneberg.

Am 1. August nahm Stadtkantor und Schulleiter Anton Vieweg den Taktstock in die Hand und führt ihn bis zur 100-Jahr-Feier (1938).

Im folgenden Jahre begeht der Verein sein 75-jähriges Vereinsjubiläum, sein 1. Vorsitzender zu dieser Zeit ist Oskar Vieweg.

Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 zählte der Verein ca. 60 aktive und 130 passive Mitglieder. Während des Krieges ruhte die Vereinstätigkeit. Es bildete sich von allen Steinacher Sängern in diesen Jahren ein „Gemeinsamer Kriegschor“. Dieser wirkte bei „vaterländischen Abenden“ mit und auch bei wohltätigen Veranstaltungen.

Nach Kriegsende, berief man am 11. Januar 1919 einen Probeabend ein, der von 38 Sängern besucht war. Die Singstunden wurden wieder zur Dauereinrichtung. Der Verein erstarkte neu.

Aus Anlass der Erhebung Steinachs zur Stadt im Jahr 1920 gab der Gesangverein mit dem Musikverein auf dem Schulhof ein Konzert. Der Gesangverein brachte dabei folgende Stücke zur Aufführung: „Hymne an die Freiheit“ von Uthmann, „Sonntag ist’s“ von Simon Breu, „Erste Rose“ von Ernst Richter.

Am 4. September 1920 konnte der Verein sein 75-jähriges Fahnenjubiläum begehen. Dem Ernste der Zeit entsprechend, sah man von einer größeren Feier ab.

Im Jahre 1922 legte Oskar Vieweg das Amt des Vorsitzenden nieder, neuer Vorsitzender wurde Kar! Eichhorn, der bisher als Kassierer fungierte. (Das Amt des Vorsitzenden war 15 Jahre von Oskar Vieweg verwaltet worden)

Am 9. November 1923 wurde in Nürnberg das 8. Fränkische Sängerbundfest abgehalten. Leider erlaubten die unsicheren Inflationsverhältnisse keine geschlossene Beteiligung des Gesangvereins, aber 18 Sänger vom Gesangverein Steinach nahmen daran teil und trugen die gewonnenen Anregungen heim.

Im Jahre 1924 fand erstmalig nach dem Kriege wieder ein Sängertag des Meininger Oberlandes im Fränkischen Sängerbund in Sonneberg statt, woran der Gesangverein geschlossen teilnahm.

Im Herbst 1924 legte Karl Eichhorn das Amt des Vorstandsvorsitzenden ab, gewählt wurde wiederum Oskar Vieweg.

1925 war ein bedeutendes musikalisches und künstlerisches Jahr für den Gesangverein. Der Gesangverein stand auf der Höhe der Leistungen im Gesang und der künstlerisch-theatralischen Betätigung, wie sie Z.B. mit der Operettenaufführung „Schwarzwaldmädel“ zu kennzeichnen sind.

Am 3. Oktober kann Stadtkämmerer Ernst Gramß die Führung im Gesangverein übernehmen.

Am 10. Deutschen Sängerbundfest vom 19. bis 22. Juli 1928 in Wien beteiligen sich 20 Sänger des Gesangvereins.

Am 22., 23. und 24. September 1928 fanden anlässlich der Feier des 90-jährigen Bestehens des Gesangvereins Veranstaltungen statt; der Verein zählte 19 Ehrenmitglieder, 73 aktive und 144 passive Mitglieder.

Im Jahre 1929 nahm der Gesangverein geschlossen an der zweiten Nürnberger Sängerwoche teil.Die dritte Nürnberger Sängerwoche im Juli 1931 sah den Gesangverein wiederum zu den Auserwählten.

Zum 11. Deutschen Sängerbundfest 1932 nach Frankfurt/M. konnte aus dem Steinacher Gesangverein nur eine Fahnenabordnung als Vertretung geschickt werden.

1933 – „das 3. Reich“ hatte sich konstituiert. Die Sängerschaft musste sich auf bestimmte Notwendigkeiten einstellen.

Am 2. September 1933 schlossen sich der 1909 gegründete Gesangverein „Adler“ und der Gesangverein Steinach e.V. zusammen.

Am 10. Mai 1934 wurde erstmalig in Steinach ein Sängerfest des Kreises „Meininger Oberland“ des Deutschen Sängerbundes abgehalten.

Am Gausängerfest (Gau – Meininger Oberland) 1935 in Gera konnte der Gesangverein geschlossen teilnehmen.Das erste Deutsche Sängerbundfest unter der neuen Herrschaftsform fand in den letzten Julitagen 1937 in Breslau statt. Zehn Sänger des Gesangvereins erlebten diese Veranstaltung.

Im Jahre 1938 vollenden sich 100 Jahre Werden und Wirken des Gesangvereins Steinach e.V.

Zum 100-jährigen Jubiläum am 17. Juli 1938 fand, neben zahlreichen anderen Veranstaltungen, ein großes Festkonzert auf dem Marktplatz statt. Im Rahmen eines Festaktes wurde dem Gesangverein Steinach e.V. die Zelter Plakette in Gold überreicht. Zu diesem Festakt wurde mit Gästen das weltliche Chorwerk „Frohsinn und Schwermut“ von Händel für gemischten Chor, Sopran-, Tenor- und Bass-Solo mit Orchester aufgeführt.

Bis Kriegsbeginn wurde die Chortätigkeit im ortsüblichen Rahmen durchgeführt. Es folgten weitere Chorkonzerte und an einigen Sängerfesten nahm man auch teil.

Der Ausbruch des 2. Weltkrieges erstickte vollends jegliches Bedürfnis nach Gesang und Frohsinn.

Von 1939 bis 1944 ruhte die Vereinstätigkeit. Bei besonderen festlichen Anlässen fanden sich die in der Heimat verbliebenen Sänger zusammen und gestalteten diese Veranstaltungen mit. Teilweise haben sich ältere Sänger in Gruppen zusammengeschlossen und zu Hause musiziert.

Bereits im Februar 1944 fanden sich hier in Steinach wohnende Sänger zu Probeabenden zusammen.

Am 30. Okt. 1944 kam es zur Neugründung bzw. Wiederauferstehung des „Gesangvereins Steinach e.V.“. Chorleiter war der Lehrer Rudolf Braungart.

Staatliche Behörden verfügten jedoch die Auflösung des „Gesangvereins Steinach e.V.“

Am 30. Okt. 1945 wurde der „Volkschor Steinach“ neu gegründet. Chorleiter war der Lehrer Edmund Gehringer, die Vorstände waren Karl Pausch, Albert Albrecht und Bernhard Albrecht.

Am 13. Okt. 1946 organisierte der Volkschor ein Sängertreffen in Steinach, an dem mehrere Chöre aus der Region teilnahmen.

In der Jahreshauptversammlung am 23. Jan. 1947 kam es zu folgenden Festlegungen:

Der Chorleiter war weiterhin Edmund Gehringer, amtierender Vorstand wurde Oskar Matthäi, die oben genannten drei Vorstandsmitglieder wurden auch diesmal einstimmig gewählt.

Da der Chorleiter im Sommer 1948 von hier weggezogen, übernahm ab dem 25. Okt. 1948 Rudolf Braungart die Leitung des Chores.

Am 8. Juni 1950 wurde der Chor von der Stadt Steinach übernommen und nannte sich nun „Stadtchor“. Chorleiter war weiterhin Rudolf Braungart. Aber auch der Name „Volkschor“ ist immer wieder verwendet worden.

In der Jahreshauptversammlung am 11. März 1953 gab es eine Änderung an der Spitze des Vorstandes. Erster Vorstand wurde Otto Wohlleben. Die anderen Vorstandsmitglieder sind wieder gewählt worden.

Ein Auftritt am 31. März 1953 im Gesellschaftshaus Sonneberg ist folgendermaßen angekündigt worden: „Es singt der Steinacher Volkschor (120 Mitwirkende)“.

Bis zum 16. April 1955 leitete Rudolf Braungart den Chor. Kurz danach musste er jedoch aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden. Braungart wurde zum „Ehrendirigenten“ ernannt.

Am 28. März 1956 trat der Stadtchor erstmals unter der Leitung seines neuen Dirigenten Karl Klett auf.Ab dem 13. Juni 1959 wechselte die Trägerschaft. Der „Stadtchor Steinach“ ist zum „Chor des FDGB“ „befördert“ worden. Chorleiter war weiterhin Karl Klett, erster Vorstand Otto Wohlleben. Dieser Chor hat sich durch sein hohes Niveau der Gesangsdarbietungen sowie durch die Auswahl des Liedgutes Achtung und Anerkennung erworben.

Am 1. Mai 1960 wurde der FDGB-Chor Steinach mit dem „Staatspreis für künstlerisches Volksschaffen“ ausgezeichnet. Anlässe zu Auftritten gab es genügend und oftmals nahm der Chor an Wertungssingen teil, die mit sehr guten Prädikaten abgeschlossen wurden.

Zu seinem Repertoire zählte das Oratorium „Lied von den Wäldern“ von Schostakowitsch. Der damalige Dirigent Karl Klett erhielt sein vielleicht wertvollstes Geschenk: die Partitur dieses Oratoriums mit einem persönlichen Eintrag des Komponisten Schostakowitsch.

Weitere Aufführungen der damaligen Zeit beinhalteten folgende Werke: „Matthäus Passion“ von Bach, die „Johannes Passion“ von Schütz und die ,,9. Sinfonie“ mit dem Schlusschor über Schillers Ode „An die Freude“ von Beethoven.

Der „FDGB-Chor Steinach“ war bis zum Jahre 1987 aktiv.  In der Vorwendezeit 1989 bis 1997 wurde der Chor ruhend gestellt. Hauptgrund war die in der Vorwendezeit und danach entstandene schwierige Situation für die Familien der Chormitglieder. Viele Sängerinnen und Sänger haben außerhalb (Bayern und Hessen) gearbeitet. Es kam nicht selten vor, dass man bis zu 100 km zum täglichen Arbeitsplatz fahren musste. Einzelne Mitglieder haben sich von Zeit zu Zeit getroffen, um zu Hause zu singen oder an Geburtstagen von Sangesfreundinnen und Sangesfreunden im kleinen Kreis aufzutreten.

Schließlich haben diese Sangesfreundinnen und Sangesfreunde nach einem Aufruf in der Presse erreicht, dass sich am 8. April 1997 weitere interessierte Sängerinnen und Sänger zum gemeinsamen Chorgesang zusammengefunden haben.

Das war die Geburtsstunde der Wiedergründung des „Gesangvereins Steinach e.V.“, die am 13. Februar 1998 im Gasthaus „Zum Goldenen Ankern erfolgte.

Damit wird die seit 1838 in Steinach bestehende Tradition des Chorgesangs erfolgreich fortgesetzt.

Die Musiklehrerin, Frau Annelore Töpfer, erklärte sich bereit, das Dirigieren eines Chores zu übernehmen. Einem Aufruf im Steinacher Boten folgten sangesfreudige Frauen und Männer.

Beginnend mit dem 8. April 1997 formierte sich ein gemischter Chor, welcher zu diesem Zeitpunkt schon 28 Personen zählte.

Am 08. Mai desselben Jahres stand bereits der erste Auftritt, die Einweihung eines Waldbrunnens, auf dem Programm. Damit stellte sich der Chor das erste Mal in die Öffentlichkeit.Mit einem Adventskonzert in der Steinacher Kirche – gemeinsam mit dem „Volkschor Steinheid“ – setzte der seit acht Monaten bestehende Chor einen Höhepunkt zum Abschluss des Jahres 1997.

Während im Verlaufe des Jahres einerseits Lieder einstudiert wurden, gab es andererseits schon konkrete Vorstellungen zu einer Vereinsgründung. Zu deren Vorbereitung erklärten sich interessierte Chormitglieder bereit, entsprechende Aufgaben zu übernehmen. Hierzu fand im Vorfeld ein Treffen mit älteren Sängerinnen und Sängern des damaligen Gesangvereins und FDGB-Chores (Gewerkschafts-Chor) statt. Zu den Teilnehmern gehörten u. a. auch die ehemaligen Chorleiter, Herr Erich Heubach und Herr Karl Klett sowie der ehemalige Vorstand des Gewerkschafts-Chores, Herr Walter Luthardt-Krell. Sie alle gaben ihre freudige Zustimmung zur Fortsetzung der Tradition des Steinacher Gesangvereins e. V.

Anknüpfend an diese alte Tradition wurde der Name des bereits vor 160 Jahren in Steinach gegründeten Gesangvereins e.V. dem neuen Chor wieder gegeben.

Am Tag der Wiedergründung zählte der Verein bereits schon 43 Sängerinnen und Sänger, die aus ihrer Mitte den Vorstand wählten.Zum Vorsitzenden wurde Gerhard Matthäi gewählt. Als dessen Stellvertreter fungiert Lisa Sesselmann. Zur Schatzmeisterin wurden Gerda Linß und zur Schriftführerin Gerda Eichhorn gewählt. Des Weiteren wurden sieben Beisitzer gewählt, die ihre Aufgabe im musikalisch-technischen Bereich, in der Öffentlichkeitsarbeit und im Bereich der Chormusik fanden.

Zur Vorstandssitzung am 7. August 2001 wurde in Abarbeitung des Tagesordnungspunktes: Gedanken zum 165-jährigen Jubiläum des Gesangvereins im Jahre 2003, der Vorschlag unterbreitet, zu diesem Ereignis den Namen des Gesangvereins zu ergänzen. Der künftige Name soll: „Gesangverein Steinach 1838 e.V.“ lauten. Alle anwesenden Vorstandsmitglieder stimmten dem zu.

Unser Chor zählt zur Zeit 43 aktive und 44 passive Mitglieder, er ist Mitglied des Thüringer Sängerbundes“ und wirkt aktiv in der hiesigen Region.

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